Tipps zur Ausbildung

Sie sind neu in der Rolle als Ausbilder_in? Oder haben Fragen? Hier antworten wir auf häufig gestellte Fragen zu Themen rund um die Ausbildung.

Wie kann mein_e Auszubildende_r die Ausbildung verkürzen?

Die Berufsausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Bei Vorliegen bestimmter Schulabschlüsse bzw. erfolgreich absolvierter Einstiegsqualifizierung kann der Ausbildungsvertrag von vorneherein kürzer laufen (2 bzw. 2,5 Jahre).

Bei guten Leistungen des/der Auszubildenden in den ersten beiden Ausbildungsjahren kann der Ausbildungsvertrag auf Wunsch des/der Auszubildenden mit Ihrem Einverständnis um ein halbes Jahr verkürzt werden. Die genauen Regelungen erfahren Sie bei Ihrer Kammer.

Kann ich die Schultage für meine_n Auszubildende_n wählen?

Sie können uns Ihre Wünsche bezüglich der Unterrichtstage Ihrer Auszubildenden mit der Anmeldung bekanntgeben. Soweit möglich, versuchen wir, Ihre betrieblichen Belange zu berücksichtigen und Ihre Auszubildenden an den gewünschten Wochentagen oder gemeinsam bzw. in getrennten Klassen zu beschulen.

Wie heißen die Klassen meiner Auszubildenden?

Wenn Sie wissen, an welchen Tagen ihr_e Auszubildende_r unser Berufskolleg besucht, können Sie hier in der Übersichtstabelle herausfinden, wie die Klasse bezeichnet wird (TFA, PKA, Doppelqualifikation).

Ändern sich die Schultage der Auszubildenden im Laufe der Ausbildung?

Unser Unterricht ist so organisiert, dass der Berufsschulunterricht für eine_n Auszubildende_n für die Dauer der Ausbildung immer an den gleichen Wochentagen stattfindet. Der Stundenplan ändert sich in den Jahrgangsstufen je nach Stundentafel des Ausbildungsberufs, die Unterrichtsvor- oder nachmittage werden aber beibehalten.

Kann mein_e Auszubildende_r die Klasse wechseln?

Die Auszubildenden werden zu Beginn der Ausbildung einer Klasse zugeordnet und bleibt in dieser Klasse i. d. R. bis zum Ende der Ausbildung. In begründeten Ausnahmefällen ist jedoch ein Klassenwechsel möglich (Verkürzung, Doppelqualifikation).

Kann ich eine Befreiung von Auszubildenden vom Berufsschulunterricht erwirken?

Wenn Sie Ihre_n Auszubildende_n an unserer Schule anmelden, übernehmen Sie damit die Verpflichtung, diese zur Teilnahme am Berufsschulunterricht freizustellen. Dies gilt auch für Auszubildende, die nicht mehr unter das Jugendarbeitsschutzgesetz fallen.

Wenn Ihr_e Auszubildende_r an einer betrieblichen Fortbildung teilnehmen sollen, die zeitgleichmit dem Unterricht stattfinden wird, beantragen Sie bitte im Voraus schriftlich die Freistellung vom Unterricht für diesen Tag bei den Klassenlehrer_innen. Ihr_e Auszubildende_r wird dann von uns für diese Zeit beurlaubt.
Anträge auf Freistellung, die sich auf mehrere zusammenhärngende Tage beziehen, stellen Sie bitte bei der Schulleitung.

Anträge auf Freistellung vor und nach den Ferien können nicht genehmigt werden.
Ebenso genehmigen wir keine Freistellung aus betrieblichen Gründen.

Kann mein_e Auszubildende_r von einzelnen Unterrichtsfächern befreit werden?

Auszubildende erhalten am Ende ihrer Ausbildung ein Berufsschulabschlusszeugnis, das alle Fächer enthält, die zur Stundentafel des Ausbildungsberufs gehören und die im Laufe der Ausbildung an unserer Schule erteilt wurden. Eine Abmeldung von einzelnen Fächern ist daher nicht möglich.

Ausnahme ist die Teilnahme am Religionsunterricht. Hier können Auszubildende entscheiden, ob sie an diesem Fach teilnehmen. Die Fachnote wird bei der Berechnung der Durchschnittsnote für den Berufsschulabschluss berücksichtigt.

Was geschieht, wenn der Unterricht für meine_n Auszubildende_n ausfällt?

Sollte der Unterricht nicht wie geplant stattfinden können, ist unsere Schule bemüht, eine Vertretungsregelung für die Schüler_innen zu organisieren. Darum kümmert sich unser Vertretungsplanerteam. Die Vertretungsregelungen für die Tage der aktuellen und der kommenden Woche werden in der Schule und im internen Bereich der Homepage kommuniziert. Ihr_e Auszubildende_r sollte Sie ggfs. darüber informieren.

Bei kurzfristig auftretenden Verhinderungen von Lehrer_innen werden die Regelungen ebenfalls kommuniziert. Die Klassenlehrer_innen der Auszubildenden vereinbaren mit der Klasse einen Kommunikationsweg für die Bekanntgabe kurzfristiger Änderungen (Telefonkette, E-Mail, interne Weitergabe durch Klassensprecher_innen).

Sollte die Schule aufgrund der aktuellen Situation kein sinnvolles Vertretungsangebot machen können, wird Ihr_e Auszubildende_r in Ihren Betrieb entlassen und steht Ihnen dort zur Verfügung.

Wie erfahre ich, wenn mein_e Auszubildende_r nicht am Unterricht teilnimmt?

Ihr_e Auszubildende_r ist verpflichtet, am Unterricht teilzunehmen. Die Anwesenheit wird im Klassenbuch der Klasse dokumentiert.

Um zu prüfen, ob Ihr_e Auszubildende_r unsere Schule besucht hat, sollten Sie das Instrument der Berufsschulkarte nutzen. Diese Karte wird allen Schüler_innen am Beginn Ihrer Ausbildung ausgehändigt und wird für jeden Unterrichtstag geführt. Die Lehrkraft, die die letzte Unterrichtsstunde in der Klasse hat, bestätigt die Anwesenheit der Auszubildenden bis zum Unterrichtsschluss mit ihrer Paraphe.

Sollte Ihr_e Auszubildende_r längere Zeit ohne Nachricht/Entschuldigung dem Unterricht fernbleiben, wird sich die Klassenleitung mit Ihnen und ggfs. der zuständigen Kammer in Verbindung setzen und die Fehltage anzeigen.

Die für Sie zuständige Kammer regelt die Zulassung zur Abschlussprüfung bei erhöhten Fehlzeiten nach den Vorgaben der Prüfungsordnung.

Wie muss mein_e Auszubildende das Berichtsheft führen?

Das Berichtsheft ist nach den Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes zu führen. Im Berichtsheft wird der (im Betrieb und in der Schule) erlernte Stoff eingetragen. Über die Form des Berichtshefts und die Art der Darstellung der Inhalte entscheidet Ihre Kammer.

Das Berichtsheft ist Ihnen vorzulegen, von Ihnen zu kontrollieren und abzuzeichnen.

Muss ich für meine_n Auszubildende_n die Kosten für den Eigenanteil der Schulbücher und für andere Schulmaterialien übernehmen?

Grundsätzlich müssen Sie nur Ausbildungsmittel zur Verfügung stellen, d. h. sofern Sie Bücher u. a. bezahlen, sind diese Eigentum Ihres Unternehmens. Ansonsten müssen notwendige Schulbücher von der Ausbildungsvergütung bestritten werden.

Auszubildende, die einen weiten Anfahrtsweg zu unserer Schule haben, können die Erstattung der Fahrtkosten jeweils für ein halbes Jahr im Nachhinein beantragen. Ein Formular dafür erhalten sie in unserem Sekretariat.

Wie wird der Berufsschulunterricht auf die Arbeitszeit von Auszubildenden angerechnet?

Die Arbeitszeit Ihrer Auszubildenden wird durch das JArbSchG und das ArbZG geregelt.

Für Auszubildende, die unter das JArbSchG fallen, entspricht ein Berufsschultag mit 6 Unterrichtsstunden (einmal pro Woche) einem Arbeitstag.

Bei erwachsenen Auszubildenden wird die Dauer des Berufsschulunterrichts auf die vertragliche Arbeitszeit angerechnet.

Bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden ist den Auszubildenden eine Pause von 30 Minuten zu gewähren, bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden ist die Arbeit mit einer Pause von 45 Minuten zu unterbrechen. Die Ruhezeiten von mindestens 11 Stunden lt. ArbZG müssen eingehalten werden.

Wann muss ich meine_n Auszubildende_n zur Prüfung anmelden?

Die Prüfungstermine und Anmeldefristen entnehmen Sie bitte den Informationen Ihrer Kammer.

Wer hilft bei Schwierigkeiten in der Ausbildung?

Zu betrieblichen Fragen stehen Ihnen die Ausbildungsberater Ihrer Kammer zur Verfügung.

Ansprechpartner für schulische Fragen zur Ausbildung oder Ihren Auszubildenden ist zunächst die Klassenleitung, ggfs. auch die zuständige Bildungsgangleitung.

Unsere Schule bietet allen Schüler_innen ein kostenfreies Beratungsangebot zur
akuten Krisenbewältigung,
Begleitung über längerfristige Zeiträume (z. B. bei Lernschwierigkeiten) ,
Heranführung der Hilfesuchenden an weiterführende Einrichtungen ,
Vermittlung bei Konflikten (z. B. bei Mobbing),
Unterstützung bei Problemlösungen im materiellen Bereich,
Gründung eines eigenen Haushaltes und Schuldenbewältigung,
Hilfe bei kulturell bedingten Schwierigkeiten und im Sinne des Gender-Mainstreamings
Suchtprävention und -beratung
Berufszielfindung.

In diese Gespräche können bei Bedarf Eltern oder Ausbilder_innen und Betreuer_innen einbezogen werden. Die Gespräche sind vertraulich im Sinne der gesetzlichen Schweigepflicht und freiwillig.

Wann kann ich mit den Lehrer_innen der Berufsschule sprechen?

Unsere Schule lädt Sie in jedem Schuljahr nach dem Ende des ersten Halbjahres zu einem Sprechtag ein. Den genauen Termin entnehmen Sie bitte unserem Kalender.

Während des Schuljahres ist die Klassenleitung Ihr Ansprechpartner für alle Fragen, die Ihre_n Auszubildende_n betreffen. Sie erreichen uns über unser Sekretariat.

Kann die Schule mich bei der Suche nach neuen Auszubildenden oder Mitarbeiter_innen unterstützen?

Leider steht die Stellenbörse aus technischen Gründen nicht mehr zur Verfügung.